Newsletter Nr.2, Mai 2012
Was PatientInnen wirklich wollen
Während der ersten Projektmonate haben die Partnereinrichtungen des H.E.-L.P. Projektes eine umfassende quantitative und qualitative Studie mit potenziellen PatientInnen sowie MitarbeiterInnen aus dem Gesundheitswesen (Ärzte, Pflegepersonal und administrative Personal) durchgeführt. In der Studie wurden diese Personen danach gefragt, welche Informationen für sie wichtig wären zum Thema Gesundheit, sowie praktische Informationen über das einzelne Spital etc. Weiters wurden die Personen darüber befragt, welche Formen der Kommunikation (speziell elektronische Kommunikationsformen) sie bevorzugen würden. In den einzelnen Partnerländern (Österreich, Deutschland, Finnland, Griechenland, Schweden, Italien und Türkei) wurden insgesamt 270 Interviews durchgeführt und Informationen zu den oben beschriebenen Themenstellungen eingeholt, die als Basis für die Entwicklung der H.E.-L.P.
Informationsplattform dienen sollten. Zusätzlich wurden noch mehr als 100 Webseiten von Spitälern aus den Partnerländern analysiert. Die ganzen Ergebnisse wurden in einem Studienbericht zusammengefasst, der über die zum Projektwebseite (www.he-lp.eu) Download verfügbar ist.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Bedürfnisse von PatientInnen und MitarbeiterInnen aus dem Gesundheitswesen sehr ähnlich gelagert sind.
Die wichtigsten Themenstellungen für beide Zielgruppen waren:
- Informationen über gesunde Lebensführung (Ernährung, physische und psychische Gesundheit, Stress, Depression und Burn Out)
- Diagnoseabläufe und –verfahren im jeweiligen Spital
- Medizinische Behandlungs-möglichkeiten im einzelnen Spital bzw. in der einzelnen Abteilung (einschließlich persönlicher Risiken, Zeitaufwand und Ergebnisse)
- Pflege und Rehabilitations-möglichkeiten
- Allgemeine Informationen über das Spital in der Region.

Darüber hinaus zeigte die Studie deutlich, dass ein hoher Bedarf für online Kommunikation zwischen PatientInnen und dem Spital besteht (z.B. Online-Terminvereinbarungen) und dass PatientInnen einer Informationsplattform, die vom lokalen Spital betrieben wird, besonderes
Vertrauen entgegenbringen würden, was gerade in Zeiten von enormen Informationsmengen über Gesundheit im Internet verbunden mit vielen Fehlinformationen einen besonderen Vorteil bei der Information der lokalen Bevölkerung über Gesundheitsthemen bringen kann.
Gleichzeitig zeigte sich, dass 95% aller analysierten Spitalswebseiten und Informationsplattformen, die formulierten Bedarfslagen der Patientinnen sowie auch der MitarbeiterInnen aus dem Gesundheitswesen nicht ausreichend reflektieren.
Wir laden Sie herzlich dazu ein, die gesamte Studie über die Projektwebseite einzusehen und herunterzuladen.
Entwicklung einer Lern- und Informationsplattform
Auf der Basis der Ergebnisse der Erhebungsphase haben die Partner-einrichtungen des H.E.-L.P. Projektes nun damit begonnen, die einzelnen
Themenstellungen und Inhalte näher zu definieren und in einen Kriterienkatalog zu gießen, der als Grundlage für die technische und inhaltliche Entwicklung der H.E.-L.P. Lern- und Informationsplattform dienen soll.
Von Oktober 2011 bis März 2012 arbeiten die Projektpartner nun daran, einen Prototyp für die Lern- und Informationsplattform zu entwickeln, welcher die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für die anschließende Entwicklung von nationalen bzw. lokalen Lern- und Informationsplattformen definieren und vorgeben wird. Die Plattform wird Lern- und Informationsmöglichkeiten zu den Themen aus der Europäischen Studie geben und die Wünsche und Bedarfslagen von PatientInnen entsprechend reflektieren. Ab April 2012 werden die Partnereinrichtungen insgesamt 5 verschiedene nationale bzw. lokale Informationsplattformen daraus ableiten und entwickeln.
Während des nächsten Partnerschaftstreffens in Berlin vom 23. – 25. Mai 2012, werden die Projektpartner gegenseitig ihre nationalen
Versionen evaluieren und die Testphase in Spitälern in Österreich, Griechenland, Finnland, Italien und in der Türkei vorbereiten.
Zugang zu den nationalen Versionen der H.E.-L.P. Informations- und Lernplattform erhalten sie über die Projektwebseite www.he-lp.eu
This project has been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the authors, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.
www.he-lp.eu - 511623-LLP-1-2010-1-AT-KA3-KA3MP